Informationen zu Bachelorprojektvergabe
Informationen zu Bachelorprojektvergabe
Im Folgenden Zusammenfassung des Gesprächs mit Herrn Prof. Döllner vom 4.11.2009
Allgemein:
- Empfehlung: nicht taktisch wählen, sondern nur Projekte an denen man auch wirklich insbesondere thematisch mitarbeiten will.
- Die Studenten haben einen Rechtsanspruch auf ein Projekt.
- Das HPI muss daher Projekte in ausreichender Zahl und Qualität bereitstellen.
- Ein Projekt benötigt auch ein gewisses Setting, welches von der Studienordnung vorgegeben ist.
- Bezüge zu qualitativ und quantitativ großen Softwaresystemen sollten da sein, da Orientierung an industrieller Softwareentwicklung.
- Wunsch des Stiftungsrates: Anspruch der professionellen Softwareentwicklung sollte gewährleistet werden.
- Sobald ein externer Partner dabei ist, kann ein Projekt kaum mehr vom HPI geändert werden, da Arbeitsumfang und Platzanzahl meist vom Partner bestimmt werden.
- Projekte sind in der Regel genug da, meistens besteht sogar ein Überangebot.
Kriterien an die Projekte:
- Mindestens 4 Personen
- Keine Miniprojekte
- Keine Projekte, die zu viele inhaltliche Freiheiten i.S.v. Unbestimmtheit gewähren
- Lastgleichverteilung im Institut
- Bsp.: wenn ein Lehrstuhl ein Projekt und ein anderer zwei Projekte anbietet, dann wird versucht von beiden Lehrstühlen ein Projekt voll zu bekommen und nicht 2 Projekte von einem.
- Nicht jeder Lehrstuhl muss ein Projekt bereitstellen, Bereitstellung sollte aber unter den Fachgebieten über die Jahre gesehen ausgeglichen sein.
Kriterien des Vergabealgorithmus:
Wenn alle Projektkriterien erfüllt sind und Studenten gewählt haben, werden Projekte vergeben.
Vergabealgorithmus stellt selber ein Optimierungsproblem mit folgenden Kriterien dar:
- Zuordnung so, dass Wünsche der Studenten Priorität haben.
- Zuordnung so, dass möglichst alle Fachgebiete gleich belastet werden.
- Zuordnung so, dass die minimale und maximale Teilnehmerzahl pro Projekt erfüllt bleibt.
Vergabealgorithmus:
- Notendurchschnitt der Studenten hat keinen Einfluss auf Verteilung.
- Der Vergabealgorithmus wird auf den anonymisierten Daten ausgeführt.
- Die Professoren bekommen die Auswertung seit diesem Jahr (2009) anonymisiert zugeschickt.
- Projekte, die von keinem Studenten gewählt wurden, finden praktisch nicht statt.
- bei Studenten, welche vermutlich in ein Projekt kommen, welches ihr 5. Wunsch ist, finden intensive Rückfragen statt, bevor sie dem Projekt zugeordnet werden.
- Es wird versucht zu vermeiden das Viert- oder Fünftwünsche realisiert werden müssen.
- Nachzügler werden nicht prioritär behandelt, Erstwunsch wird dort recht selten verwirklicht.
- Wenn Verteilung der Studenten auf die Projekte fertig ist, werden Professoren nach Verbesserungsvorschlägen gefragt.
- Erst- und Zweitwünsche sind praktisch in der Bewertung für die Vergabe fast äquivalent.
- Erstwünsche konnten in den letzten Jahren nicht immer berücksichtigt werden, da die Verteilung der Erstwünsche für den Vergabealgorithmus teilweise extrem ungünstig war, z.B. dann, wenn sich 25 Erstwünsche auf einem Projekt konzentrieren, das Platz für 8 Teilnehmer bietet.
- Wenn ein Änderungsvorschlag durch Student oder Professor geäußert wird, dann werden Projekte von X und Y getauscht. Alle vorangegangenen Kriterien müssen dabei erhalten bleiben und die Verteilung muss sich damit wirklich verbessern (messbar oder subjektiv)
- Zu Wunschprojektgruppen und -partnern: In realen Arbeitsleben bekommt man auch nicht immer die Leute, die man haben will, letztlich ist das auch ein wesentlicher Ausbildungsaspekt in den Projekten zu lernen, damit umzugehen. Dadurch erhöht sich der Ausbildungsnutzen der Projekte signifikant.
- Professor Döllner achtet darauf, dass Projekte möglichst fair verteilt werden.
- Wichtig: Professoren können keine Wünsche zu Studenten äußern!